Spinder Dairy Housing Concepts - einer der drei Finalisten

Spinder Dairy Housing Concepts - einer der drei Finalisten

22. September 2020

Interview mit Jehannes Bottema, Direktor von Spinder Dairy Housing Concepts

Das Wohlbefinden von Mensch und Tier steht im Vordergrund

"Stalleinrichtung sollte mit dem Kauf einer Küche verglichen werden. Jeder Landwirt hat seine eigene Situation und Wünsche, die wir kundenspezifisch mit Standardkomponenten ausfüllen." Jehannes Bottema, Direktor von Spinder Dairy Housing Concepts, weiß, was ein Landwirt denkt. Dasselbe gilt für seine Mitarbeiter. "Jeder hier hat eine Verbindung mit dem Landwirtschaft. Das verbindet, miteinander und auch mit dem Kunden."

Direktor Jehannes Bottema

Wertschätzung füreinander

Wasserversorgung, Fressgitter, Kälberboxen, Kuhbürsten, Absperrgitter, Güllemixer, Liegeboxbeläge und sogar Wasserbetten für Kühe: Es ist nur eine Auswahl der Produktpalette von Spinder Dairy Housing Concepts. Produkte, die im eigenen Haus entworfen und produziert werden, in den brandneuen Geschäftsräumen in Drachten.  Jehannes Bottema, seit 2016 Geschäftsführer des Unternehmens, ist selbst Sohn eines Landwirts. So weiß er, wie es auf einem Bauernhof läuft und was ein Landwirt braucht. "Das macht Sie zu einem vollwertigen Gesprächspartner für einen Landwirt. Aber eigentlich hat jeder hier etwas mit dem Bauernhof zu tun." Obwohl Spinder kein Familienunternehmen mehr ist, weist das Unternehmen immer noch ähnliche Eigenschaften auf. "Passen Sie gut auf Ihr Geschäft auf, dann kümmern Sie sich gut um Ihre Leute", lautet das Motto von Bottema. "Mitarbeiter können einfach mit mir mit 'Jehannes' sprechen, und das wird sehr geschätzt. Ich denke, es ist eine nette Art, miteinander zu interagieren, und ich denke, dass unsere Kunden das auch bemerken und schätzen."

Koecomfort en aandacht

Intelligente und innovative Lösungen

Kunden befinden sich in mehr als zwanzig Ländern, auch außerhalb Europas, da Spinder Stalleinrichtungen für Milchvieh herstellt, die weltweit eingesetzt werden können. "Solide Qualität und intelligente Lösungen für den täglichen Alltag der Kuh", das ist es, was Sie als Kunde erwarten können. Mit viel Aufmerksamkeit auf Kuhkomfort wie Komfort für den Landwirt. Ein markantes und innovatives Beispiel dafür ist die Cuddlebox. Bottema: "Es ist ein intelligentes Werkzeug, das optimale Bedingungen für den Landwirt, die Kuh und das Kalb bietet, wenn eine Kuh kalbt." Spinder entwickelte dieses preisgekrönte Produkt zusammen mit Vetvice, einem Team von Tierärzten. "Dank dieser Zusammenarbeit wird dem Tierschutz noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt, weil ein Landwirt natürlich will, dass seine Tiere gesund sind, damit sie mehr Milch geben. Aber neben der effizienten Arbeit ist es genauso wichtig, dass wir gerne arbeiten. Und dazu trägt ein durchdachtes und funktionstüchtiges Konzept bei."

Das Beste daraus machen

Trotz der Corona-Krise steht Spinder gut dar, obwohl Bottema etwas anderes im Sinn hatte. "Das Wachstumsszenario, das ich für 2020 festgelegt hatte, musste ich anpassen. Leider bedeutete dies auch, dass wir nicht in der Lage waren, eine Reihe von befristeten Verträgen zu verlängern. Dennoch hat sich der Umsatz letztlich gut entwickelt. Ab Juli werden wir wieder auf dem Niveau von 2019 etwa zur gleichen Zeit sein." Dass Spinder gerade in das komplett neue, viel größere Gebäude im Gewerbegebiet Azeven Noord (Drachten) umgezogen war, entpuppte sich als "Glücksfall". Dadurch ist genügend Platz für alle Mitarbeiter, um coronasicher zu arbeiten. "Als Geste in dieser besonderen Zeit haben wir in den letzten Monaten das kostenlose Mittagessen für unsere Leute bezahlt. In angemessener Distanz zueinander, aber zusammen." Innovativ und überraschend erwähnt er den Verkauf von Produkten per Videoanruf. Das war vorher undenkbar. Kunden wollen in der Lage sein, ein Produkt zu greifen. Zum Glück erkannten sie, dass es ein wenig anders sein musste. "Wir haben das Beste daraus zusammen gemacht."

Kühne Entscheidungen

"Der Sektor, in dem wir arbeiten, ist sehr faszinierend, aber auch einer, der viele Tiefs in den letzten Jahren erlebt hat. Dennoch haben wir den Schritt getan, um das Unternehmen dynamischer zu machen und uns mehr auf den Export zu konzentrieren. Wir haben uns bewusst für Investitionen entschieden, auch in der Coronarzeit." Bottema erklärt, warum diese kühne Wahl: "Ein großer Teil des Stahls, den wir verwenden, kommt aus Italien. Wir haben unseren Rohstoffvorrat erhöht, um gut zu produzieren, was es uns ermöglichte, den Kunden reibungslos zu beliefern." Diese Art der Wahl charakterisiert Spinder, wo der Kunde gerne zusammen mit dem Kunden in einer eigensinnigen friesischen Art und Weise denkt. "Wir wollen  ganz oben sein." Reaktion auf neue Entwicklungen, wie z.B. im Bereich der Nachhaltigkeit. Nicht umsonst hat das Spinderlogo die Farbe Grün und ist unser Credo „es kann noch grüner werden“. Zum Beispiel ist unser neues Gebäude komplett nachhaltig gebaut und wir machen ein stabiles Design, das lange hält. Der respektvolle und gute Umgang mit dem Wohlbefinden von Mensch und Tier steht immer an erster Stelle."


Interview in LC 18-09-2020